Als die islamischen Terroristen die antiken Stätten im Iran, Irak und in Syrien zerstörten, ging ein Aufschrei der Empörung durch die Weltmedien. Nicht zuletzt diese Schandtaten waren mit ein Grund für den «Kriegseintritt» des Westens.

Mehr oder weniger unbeachtet von der Weltöffentlichkeit vollzieht sich aber in Jerusalem seit rund 20 Jahren ein ähnliches Desaster. Nur will das niemand zu Kenntnis nehmen. Und Israel sind die Hände gebunden, will es nicht einen erneuten Krieg riskieren!

1999 begann die Waqf (jordanische Verwaltung des muslimischen Tempelberges) in Zusammenarbeit mit der PA (Palästinensische Autonomiebehörde) mit massiven Aushubarbeiten innerhalb des Tempelberges. In den sogenannten «Ställen Salomos» soll die weltweit grösste Moschee entstehen. Nun ist klar, dass dieser Tempelberg mit den darin «enthaltenen» Hinterlassenschaften von rund 3’000 Jahren jüdischer Geschichte kulturhistorisch absolut einmalig und daher äusserst wertvoll ist. Anstatt nun aber diese Schätze in archäologisch kontrollierter und dokumentierter Art und Weise zu bergen, fuhren (und fahren) die Palästinenser gleich mit Bulldozern und LKW’s auf. Riesige Mengen Aushubmaterial wurde unkontrolliert ausgehoben, vermischt und achtlos auf Müllkippen im Kidrontal entsorgt, bis 2004 das oberste israelische Gericht diese «Entsorgungspraxis» mehrheitlich stoppte. Israelischen Archäologen bleibt nichts anderes übrig, als diesen Schutt mühsam wieder aufzuladen, zu waschen und zu sortieren, um darin die vorhandene archäologischen Relikte doch noch bergen zu können. Selbstverständlich fehlen so aber die archäologisch so wichtigen und normalerweise äusserst genau dokumentierten «Schichtnachweise» der Funde. Und natürlich sind so auch sämtliche Bauten für immer unwiederbringlich zerstört. Und trotz der Bemühungen der Palästinenser, möglichst sämtliche Belege für eine jüdische Anwesenheit für immer zu vernichten, bringen die Notmassnahmen regelmässig äusserst wichtige Funde, welche zweifelsfrei die Fakten und Angaben der Bibel und der jüdischen Schriften belegen. So stammen etliche Funde rund um den König Hiskia sowie Jesaja, andere haben Angaben zum Tempel des Herodes bestätigt.

Seit nun im Ramadan 2018 die Waqf erneut mit dem illegalen Abtransport begann, befindet sich Israel in einem Dilemma. Eigentlich müsste die Regierung dies stoppen. Das jedoch würde mit fast absoluter Sicherheit eine neue «Intifada» und damit neue «Badnews» für Israel’s Image bedeuten. Wenn nicht sogar einen neuen Krieg. Die Frage ist, ob von arabischer Seite nicht genau dies bezweckt wird? In der Vergangenheit wurde schon mehrfach nur ein fadenscheiniger Grund gesucht – oder selbst «inszeniert» – um einen erneuten Aufstand oder gar Krieg zu rechtfertigen. Wobei dann natürlich immer Israel die Schuld daran zugewiesen – und von westlichen Medien mehr oder weniger automatisch »kopiert» – wird.

(Q: Diverse; akt. 2018)

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