Ungewohntes geschah in Hebron: Ein 14-jähriges palästinensisches Mädchen kam auf einen israelischen Polizisten zu. Normalerweise kein gutes Zeichen, den meistens geht es im besten Fall darum, den Polizisten oder Soldaten so lange zu provozieren, bis dieser möglichst «ausrastet», um damit ein weiteres «Hate-Video» für’s Internet produzieren zu können. Im schlimmsten Fall trägt sie eine Bombe auf ihrem Körper. Die Gedanken und Gefühle des Polizisten dürften deshalb ziemlich zwiespältig gewesen sein. Doch es kam anders: Das Mädchen bat den Polizisten um Hilfe. Einige Monate vorher hatte ihr Vater sie für rund 2400 Euro einem zwanzig Jahre älteren Beduinen als Frau «verkauft». Zudem war sie mehrfach misshandelt worden. Der israelische Polizist zögerte keinen Moment und brachte das Mädchen in Sicherheit. Das Mädchen lebt nun in Israel und darf – wenn sie dies will – dort bleiben. Auf jeden Fall muss sie nie mehr zurück in die Zwangsehe. Gemäss Angaben des israelischen Justizministeriums geschehen solche und ähnliche Fälle rund achtzig Mal in einem Jahr.

(Q: Nachrichten aus Israel)

image_pdf